Deutsch  Francais 
 

Schlosskino
Schlossmühlestrasse 1
Frauenfeld

Erstmals ist auch in Frauenfeld eine Auswahl mit Beiträgen von look&roll zu sehen. Procap Schweiz und Procap Thurgau-West laden Sie herzlich zu einer Auswahlschau des Festivals ein. Alle Filme sind deutsch und französisch auch für Gehörlose untertitelt und werden für Blinde und Sehbehinderte in deutscher Sprache live audiodeskribiert. Das Schlosskino ist schwellenfrei zugänglich und verfügt über ein Behinderten-WC sowie bis zu 10 Rollstuhlplätze, die unter 052 720 35 35 telefonisch reserviert werden können.

Moderation:
Alex Oberholzer, Filmjournalist, Radio 24

Eintritt:
Fr. 12.- pro Programm (Ermässigter Montagspreis, keine weitere Ermässigung)

Platzgenaue Reservationen für FussgängerInnen sind auch online möglich.

Anreise:
Direkt beim Kino bestehen keine Parkmöglichkeiten. In etwa 50m Entfernung befinden sich zahlreiche gebührenpflichtige Parkplätze. Vom Bahnhof erreicht man das Schlosskino in etwa 15 Minuten, für RollstuhlnutzerInnen ohne Begleitung oder Trek ist der Weg aufgrund einiger Steigungen und Strassenübergänge nicht ganz einfach zu bewältigen.

Detailinfos zur Anreise:
Detaillierte Zugangsinfos für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.

Detaillierte Zugangsinfos für Sehbehinderte und Blinde.

Detaillierte Zugansginfos für Hörbehinderte und Gehörlose.

 

Programm 1, 16.30h

Die Hauptdarsteller auf einem Parkplatz

En route, mauvaise troupe
(Auf geht's, schlapper Haufen))
Camille Bialestowski
F 2003, 18 Min., Spielfilm, OV/d/f
Sozialarbeiter Antoine will mit seiner Freundin in Urlaub fahren. Vorher muss er aber noch drei behinderte «Trottel», um die er sich beruflich kümmert, auf den Weg in ein Ferienlager bringen. Nicht ganz einfach, denn seine eigenwilligen Schützlinge haben etwas ganz anderes im Sinn.

Eine junge Frau mit Albinismus blickt in die Kamera

Butterfly
(Schmetterling)
Yulia Mahr
Schotland 2007, 12 Min., Dokumentarfilm, OV/d/f
Eine junge Frau mit Albinismus, der sie oft zur Aussenseiterin macht, erzählt ihre Geschichte. Sie lebt ein intensives Leben. "Ich werde nie Auto fahren können - aber das ist auch schon alles!" sagt sie und steigt in die grösste Indoor-Kletterwand Europas.

Ein kleiner Junge und ein Mann im Portrait

Sale Battars
(Verdammte Bastarde)
Delphine Gleize
F 1998, 25’, Spielfilm, OV/d/f
Eine Hochzeit in der französischen Provinz. Die ältere Schwester der etwa 12-jährigen Sardine wird heiraten. Der Vater lebt nicht mehr bei der Familie. Sardine beschliesst, dass ihr Bruder Ben-Hur, der mit einer sehr ausgeprägten cerebralen Parese lebt, die Braut zum Altar führen soll. Dies stösst bei den Erwachsenen, diesen verdammten Bastarden, auf entrüstete Ablehnung. Ein köstlicher, glänzend besetzter Film mit berückenden Bildern und eindrücklichen Szenen.

Ein kleiner Junge in einem weissen Feld vor schwarzem Hintergrund

Mon petit frère de la lune
(Mein kleiner Bruder vom Mond)
Frédérick Philibert
F 2007, 7’, Animation, OV/d/f
Ein kleines Mädchen erzählt uns, warum ihr autistischer Bruder anders ist, als andere Kinder. Und sie erzählt uns davon, wie wunderbar es ist, wenn sie dennoch zu ihm findet.

 

Ein Fussballspieler mit amputiertem Bein beim Spiel

One Goal
(Ein Ziel)
Sergi Agusti
SP 2008, 26’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Fussball als Friedensarbeit! Ein Team junger Männer, die im Krieg verletzt und amputiert wurden, engagiert sich als Amutierten-Elf für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen. Sergi Agusti begleitet sie bei ihrem leidenschaftlichen Einsatz, der sie zum Vorbild einer ganzen Gesellschaft macht.

 

Programm 2, 19.00h

Die lächelnden Gesichter von Anders und Harri

Anders & Harri
Johan Palmgren / Åsa Blanck
SWE 2008, 13’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Anders und Harri sind die besten Freunde, die man sich denken kann. Sie gehen durch dick und dünn und beide lieben Musik. Anders liebt zudem auch Züge. Die beiden reisen nach Getå, wo sich vor langer Zeit das grösste Eisenbahnunglück der schwedischen Geschichte ereignet hat. Zwischendurch haben sie Meinungsverschiedenheiten, die nicht einfach zu beheben sind, denn es geht um Viel: Lässt sich Harri von Anders helfen, wenn er Angst hat, oder nicht?

Eine Frau im Rollstuhl beim Abendessen mit Freunden

Jak To Jest Być Moją Matką
(Wie es ist, meine Mutter zu sein)
Norah McGettigan
Polen 2007, 30', Spielfilm, OV/d/f
Monika, eine bekannte Journalistin, sitzt nach einer Amputation im Rollstuhl. Ihre Tochter Julia macht einen Film über sie. Bei der Premiere eskalieren die Dinge und die Beziehung der beiden wird auf die Probe gestellt. Eine Mutter muss lernen, dass ihre Tochter erwachsen wird und eigene Wege geht.

Ein gezeichnetes Pferd vor verschneiter Landschaft

Lydskygger
(Klangschatten)
Julie Engaas
NOR 2008, 7', Animation, OV/d/f
"Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft." Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in diesem hervorragend animierten Film davon, wie sie sich anhand von "Klangschatten" orientiert. Sehr eindrücklich und mit bezaubernden Bildern illustriert.

Eine junge, blonde Frau am Telefon

Over mijn lippen
(Über meine Lippen)
Janica Draisma
NL 2006, 14’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein Film über das Sprechen, Stottern, Singen, Schweigen und Zuhören. Über Kommunikation. Wie geht man damit um, anders zu sprechen? Und wie reagieren wir auf Jemanden, der sich anders verhält, als die Norm es vorgibt. Die Wissenschaft bezeichnet Stottern als “neuromuskuläre Störung“ bei der Fehlfunktionen eines Muskels verhindern, dass Worte flüssig hervorkommen. Aber der Geist und das Unbewusste spielen auch eine Rolle. Wenn Du singst, stotterst Du nicht. Das ist das Wunder beim Stottern! „Über meine Lippen” wirft ein neues Licht auf Stotternde und ermöglicht uns eine interessierte und verständnisvolle Annäherung an dieses Phänomen. Vielleicht denken wir sogar grundsätzlich über unsere eigene Kommunikation nach. Denn wie auch immer: der Austausch mit Anderen spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben.

Ein Junge erzählt in Gebärdensprache

Aegypten
Katrin Resetarits
A 1999, 10’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ägypten ist ein Film fast ohne Ton über gehörlose Menschen bzw. ihre Gebärdensprache: eine Sprache, die (wie die altägyptischen Hieroglyphen) das symbolische Bezeichnen mittels Worten mit dem mimetisch-analogen Bezeichnen durch bildhafte Gesten verbindet. Nüchterne Schwarzweißaufnahmen zeigen, wie "Hai", "Witwe", "Marilyn Monroe", eine James-Bond-Szene, ein Wienerlied oder die Geschichte einer Schatzsuche zweier Ägypten-Urlauber in Gebärdensprache ausschauen, und sind eine - ganz kleine, andeutungshafte - Einführung in eine unvertraute Wahrnehmungsweise, in der man die tönende Welt sieht, ohne zu hören. (Drehli Robnik)

Ein Paar mit Behinderungen im Cafe

Rendez-Vous
Marcin Janos Krawczyk
PL 2006, 9’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein kalter Wintertag. Eine Frau und ein Mann betreten ein Café. Er möchte Eis, sie Kuchen. Sie sehen zufrieden aus. Weil es sich nicht gehört, in einem Café nur zu essen und zu trinken, unterhalten sie sich. Aber über was? Über alles! „Einsamkeit ist das Schlimmste, wenn Du niemanden an Deiner Seite hast“, sagt Lukas. Ein schwebender Augenblick in einem Café, „man möchte, dass er anhält und anhält und anhält…

 

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