Pro Infirmis Glarus lädt herzlich zu einem Filmabend anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen ein. Erstmals ist damit eine Auswahl der besten Beiträge von look&roll auch in Glarus zu sehen.
Buchhandlung Wortreich
Abläschstr. 79
8750 Glarus
Tel.: 055 650 2535
Eintritt frei (Kollekte)
Programm:
19.00h, Apéro
19.30h, Filmprogramm Teil 1
Butterfly
(Schmetterling)
Yulia Mahr
Schotland 2007, 12 Min., Dokumentarfilm, OV/d/f
Eine junge Frau mit Albinismus, der sie oft zur Aussenseiterin macht, erzählt ihre Geschichte. Sie lebt ein intensives Leben. "Ich werde nie Auto fahren können - aber das ist auch schon alles!" sagt sie und steigt in die grösste Indoor-Kletterwand Europas.
Jak To Jest Byc Moja Matka
(Wie es ist, meine Mutter zu sein)
Norah McGettigan
Polen 2007, 30', Spielfilm, OV/d/f
Monika, eine bekannte Journalistin, sitzt nach einer Amputation im Rollstuhl. Ihre Tochter Julia macht einen Film über sie. Bei der Premiere eskalieren die Dinge und die Beziehung der beiden wird auf die Probe gestellt. Eine Mutter muss lernen, dass ihre Tochter erwachsen wird und eigene Wege geht.

Mon petit frère de la lune
(Mein kleiner Bruder vom Mond)
Frédérick Philibert
F 2007, 7’, Animation, OV/d/f
Ein kleines Mädchen erzählt uns, warum ihr autistischer Bruder anders ist, als andere Kinder. Und sie erzählt uns davon, wie wunderbar es ist, wenn sie dennoch zu ihm findet.
20.15h Pause
21.00h, Filmprogramm Teil 2

Lydskygger
(Klangschatten)
Julie Engaas
NOR 2008, 7', Animation, OV/d/f
"Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft." Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in diesem hervorragend animierten Film davon, wie sie sich anhand von "Klangschatten" orientiert. Sehr eindrücklich und mit bezaubernden Bildern illustriert.

Körpergedächtnis
Kathia Scholz
D 2004, 14’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Unser Körper lernt, Bewegungsmuster zu speichern, indem Bewegungsfolgen so oft repetiert werden, bis sie sich in das Körpergedächtnis eingeschrieben haben. Was wenn dieses Körpergedächtnis Lücken aufweist? Was wenn jede Handlung, jeder Schritt, jede Bewegung immer wieder aufs Neue über das denkende Gehirn abgerufen werden muss? Der Film handelt von der besonderen Auseinandersetzung mit einem 'geschädigten' Körper, der all das nicht können soll, was er kann. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die die Normalität mit ihrem Körper lebt.

Over mijn lippen
(Über meine Lippen)
Janica Draisma
NL 2006, 14’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein Film über das Sprechen, Stottern, Singen, Schweigen und Zuhören. Über Kommunikation. Wie geht man damit um, anders zu sprechen? Und wie reagieren wir auf Jemanden, der sich anders verhält, als die Norm es vorgibt. Die Wissenschaft bezeichnet Stottern als “neuromuskuläre Störung“ bei der Fehlfunktionen eines Muskels verhindern, dass Worte flüssig hervorkommen. Aber der Geist und das Unbewusste spielen auch eine Rolle. Wenn Du singst, stotterst Du nicht. Das ist das Wunder beim Stottern! „Über meine Lippen” wirft ein neues Licht auf Stotternde und ermöglicht uns eine interessierte und verständnisvolle Annäherung an dieses Phänomen. Vielleicht denken wir sogar grundsätzlich über unsere eigene Kommunikation nach. Denn wie auch immer: der Austausch mit Anderen spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben.
Anders & Harri
Johan Palmgren / Åsa Blanck
SWE 2008, 13’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Anders und Harri sind die besten Freunde, die man sich denken kann. Sie gehen durch dick und dünn und beide lieben Musik. Anders liebt zudem auch Züge. Die beiden reisen nach Getå, wo sich vor langer Zeit das grösste Eisenbahnunglück der schwedischen Geschichte ereignet hat. Zwischendurch haben sie Meinungsverschiedenheiten, die nicht einfach zu beheben sind, denn es geht um Viel: Lässt sich Harri von Anders helfen, wenn er Angst hat, oder nicht?


