Aus Anlass des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen lädt Pro Infirmis St. Gallen-Appenzell ins Kinotheater Madlen ein. Wir zeigen fünf kurze Meisterwerke des internationalen Kurzfilmfestivals look&roll. Alle Filme sind deutsch und französisch auch für Gehörlose untertitelt.
Montag, 5. Dezember 2011, 20.15h:
Kinotheater Madlen
Auerstrasse 18
9435 Heerbrugg
Eintritt:
Kollekte
Kontaktadresse:
Pro Infirmis
Beratungsstelle Sargans
Tel. 081 725 90 50
Programm
Körpergedächtnis
Kathia Scholz
D 2004, 14 Min., Dokumentarfilm, OV/d/f
Unser Körper lernt, Bewegungsmuster zu speichern, indem Bewegungsfolgen so oft repetiert werden, bis sie sich in das Körpergedächtnis eingeschrieben haben. Was wenn dieses Körpergedächtnis Lücken aufweist? Was wenn jede Handlung, jeder Schritt, jede Bewegung immer wieder aufs Neue über das denkende Gehirn abgerufen werden muss? Der Film handelt von der besonderen Auseinandersetzung mit einem 'geschädigten' Körper, der all das nicht können soll, was er kann. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die die Normalität mit ihrem Körper lebt.
Jak Motyl
(Wie ein Schmetterling)
Ewa Pieta
PL 2006, 28’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Przemek ist seit Geburt gelähmt und kann nicht sprechen, aber sein Geist ist intakt. Als Junge versuchte er, mit seiner Umwelt zu kommunizieren, wurde aber 16 Jahre lang nicht verstanden. Auf diese Weise für dumm gehalten begann er, die Hoffnung zu verlieren, bis ein Wunder geschah... Heute schreibt er Gedichte und heimst Preise dafür ein.

Mon petit frère de la lune
(Mein kleiner Bruder vom Mond)
Frédérick Philibert
F 2007, 7’, Animation, OV/d/f
Ein kleines Mädchen erzählt uns, warum ihr autistischer Bruder anders ist, als andere Kinder. Und sie erzählt uns davon, wie wunderbar es ist, wenn sie dennoch zu ihm findet.
Grater och stör de andra
(Schreit und stört die Anderen)
Johanna Bernhardson
Schweden 2006, 11 Min., Dockumentarfilm, OV/d/f
Im Jahr 1932 verschwand Linnea Carlsson vom Bauernhof ihrer Familie. Als sie dreissig Jahre später zurückkehrt, ist sie ein anderer Mensch. Was war mit ihr geschehen? Ein kurzer Dokumentarfilm über Normalität, quälende Erinnerungen und „Verrücktheit“…
Phoenix Dance
Karina Epperlein
USA 2006, 22’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Der Tanz war der Lebensinhalt des amerikanischen Tänzers Homer Avila (er verstarb im April 2004 im Alter von 49). Infolge einer zu spät behandelten, seltenen Krebsart, wurde Homer ein Bein amputiert. Der Film zeugt vom bewegenden Kampf eines Ausnahmetänzers, der sich seinem Schicksal mutig stellt.



