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Heiden, 29.4.2011

Logo mit Link zum Kino-Heiden

Schulhausstrasse 9

9410 Heiden AR

Unter dem Titel look and roll zeigt das Kino Rosental, Heiden in Zusammenarbeit mit Procap Schweiz am 29. April (17:15 und 20:15 Uhr) Kurzfilme zum Thema Behinderung.

Die Beiträge jenseits gängiger Klischees, ohne Mitleid, aber mit Respekt zeigen die bunte Welt behinderter Menschen in dokumentarischen, fiktiven, animierten Bildern. Ein  Filmvergnügen für Menschen mit Behinderung, für ihre Angehörigen, für Fachleute, die beruflich mit ihnen arbeiten und für Alle, die sich gerne auf Ungewohntes einlassen. Eine Reservation wird empfohlen!

Moderation:
Alex Oberholzer, Filmjournalist, Radio 24
Eintritt Einzelprogramm:
Fr. 12.- / 8.- (IV, AHV, Studierende)
Eintritt Programm 1 plus 2
Fr. 20.-/14.- (IV, AHV, Studierende)
Reservation:

Tel. 071 891 3636
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info(at)kino-heiden.ch



Alle Filme sind deutsch und französisch auch für Gehörlose untertitelt und werden für Blinde und Sehbehinderte in deutscher Sprache live audiodeskribiert!

Programm 1, 17.15h

Portraitfoto des Hauptdarstellers

The Egg
(Das Ei)
Richard Wilson
UK 2002, 9’, Spielfilm, OV/d/f
Eine fast leere Imbissstube in den frühen Morgenstunden. in junger Mann im Pyjama betritt das Lokal. Er ist stark cerebral gelähmt und wird recht herablassend behandelt. Das ändert sich aber rasch und auf ungewöhnliche Art.

Konrad beim Zähneputzen

Kung Konrad
(König Konrad)
Daniel Wallentin
Sd 2004, 30’, Spielfilm, OV/d/f
Konrad ist lernbehindert. Er lebt bei seiner Schwester Tina auf dem Land. Sie hat es satt, immer für ihren Bruder sorgen zu müssen und wünscht sich ein ganz normales Leben. In der Sylvesternacht heut Konrad ab und entdeckt, dass er Dinge beherrscht, die er vorher nie konnte. Ein Märchen.

Ein junger Mann vor einer Wohnsiedlung

DEF
Ian Clark
GB 2002, 14’, Spielfilm, OV/d/f
Tony ist ein gehörloser Teenager. Er mag nicht mehr zur Schule gehen und er will auch keinen Job. Sein Traum ist es, Rapper zu werden. Die Jugendlichen aus der Nachbarschaft hänseln ihn und spielen ihm und seinem Freund Mike böse Streiche. Doch in seiner Fantasie ist Tony « Ice Finger », der gehörlose Rapper. Und während alle über seine Ambitionen lachen, macht Tony ernst damit…

Ein kleiner Junge und ein Mann im Portrait

Sale Battars
(Verdammte Bastarde)
Delphine Gleize
F 1998, 25’, Spielfilm, OV/d/f
Eine Hochzeit in der französischen Provinz. Die ältere Schwester der etwa 12-jährigen Sardine wird heiraten. Der Vater lebt nicht mehr bei der Familie. Sardine beschliesst, dass ihr Bruder Ben-Hur, der mit einer sehr ausgeprägten cerebralen Parese lebt, die Braut zum Altar führen soll. Dies stösst bei den Erwachsenen, diesen verdammten Bastarden, auf entrüstete Ablehnung. Ein köstlicher, glänzend besetzter Film mit berückenden Bildern und eindrücklichen Szenen.

Ein junges Paar sitzt im Café an einem Tisch

Rendez-Vous
Marcin Janos Krawczyk
PL 2006, 9’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein kalter Wintertag. Eine Frau und ein Mann betreten ein Café. Er möchte Eis, sie Kuchen. Sie sehen zufrieden aus. Sie unterhalten sich, weil es sich nicht gehört, in einem Café nur zu essen und zu trinken. Also unterhalten sie sich. Aber über was? Über alles! „Einsamkeit ist das Schlimmste, wenn Du niemanden an Deiner Seite hast“, sagt Lukas. Ein schwebender Augenblick in einem Café, „man möchte, dass er nie vorübergeht…

 

Programm 2, 20.15h

Ein gezeichnetes Pferd vor verschneiter Landschaft

Lydskygger
(Klangschatten)
Julie Engaas
NOR 2008, 7', Animation, OV/d/f
"Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft." Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in diesem hervorragend animierten Film davon, wie sie sich anhand von "Klangschatten" orientiert. Sehr eindrücklich und mit bezaubernden Bildern illustriert.

Die beiden Hauptdarsteller gehen am Strand entlang

The Cost of Living
Lloyd Newson
UK 2004, 35’, Spielfilm, OV/d/f
Cromer bei Norfolk, ist ein typischer, altmodischer und verblasster Ferienort an Englands Küste. Die Sommersaison geht zu Ende und ein Hauch von Verlassenheit liegt über der Stadt. Eddie und David sind desillusionierte Strassenkünstler. Eddie ist direkt, scheut keine Konfrontation und kämpft für seinen Glauben an das Gerechte und die Ehrlichkeit. David ist ein Tänzer ohne Beine; ihm zuzusehen bedeutet, die eigenen Vorstellungen von Perfektion zu hinterfragen. Ruhig und bestimmt achtet er darauf, dass ihm seine Behinderung und gesellschaftliche Vorurteile nicht in die Quere kommen. Eine Reihe von lose verknüpften Szenen zeigen, wie die beiden leben, in und aus Beziehungen gleiten und von Tag zu Tag überleben.

Eine junge Frau und ein junger Mann küssen sich im Halbdunkel

Scoring
(Küssen)
Ken Wardrop
Irland 2007, 3’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein junger Paraplegiker spricht über das Universum des Küssens. Eine eindrückliche Meditation über Sensualität und sexuelle Erfüllung.

Eine junge, blonde Frau am Telefon

Over mijn lippen
(Über meine Lippen)
Janica Draisma
NL 2006, 14’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein Film über das Sprechen, Stottern, Singen, Schweigen und Zuhören. Über Kommunikation. Wie geht man damit um, anders zu sprechen? Und wie reagieren wir auf Jemanden, der sich anders verhält, als die Norm es vorgibt. Die Wissenschaft bezeichnet Stottern als “neuromuskuläre Störung“ bei der Fehlfunktionen eines Muskels verhindern, dass Worte flüssig hervorkommen. Aber der Geist und das Unbewusste spielen auch eine Rolle. Wenn Du singst, stotterst Du nicht. Das ist das Wunder beim Stottern! „Über meine Lippen” wirft ein neues Licht auf Stotternde und ermöglicht uns eine interessierte und verständnisvolle Annäherung an dieses Phänomen. Vielleicht denken wir sogar grundsätzlich über unsere eigene Kommunikation nach. Denn wie auch immer: der Austausch mit Anderen spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben.

Die drei Behinderten und eine junge Frau auf einem Parkplatz

En route, mauvaise troupe
(
Auf geht’s, schlapper Haufen!
)
Camille Bialestowski

F 2003, 18’, Spielfilm, OV/d/f
Sozialarbeiter Antoine will mit seiner Freundin in Urlaub fahren. Vorher muss er aber noch drei behinderte «Trottel», um die er sich beruflich kümmert, auf den Weg in ein Ferienlager bringen. Nicht ganz einfach, denn seine eigenwilligen Schützlinge haben etwas ganz anderes im Sinn.

Eine junge Frau mit Trisomie 21 beim Tanz

Hands Away
Sven Volz
D 2004, 3’, Dokumentarfilm, ohne Dialoge
Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen entfalten ihre eigene, erfrischend authentische Bewegungssprache und zur wunderschönen Musik der Band « Interpol » ein Gefühl von Schwerelosigkeit.