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Ein schwerstbehinderter Mann beim Interview im Kino
Auch im Liegerollstuhl kann man Kino geniessen

In Kinos steht meist nur eine sehr begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen zur Verfügung. Oft befinden sich diese Plätze am Rand des Saals oder unmittelbar vor der Leinwand, wo der Sehkomfort stark eingeschränkt wird. Oft sind diese Plätze auch nicht durch den normalen Eingang zu erreichen. Manchmal weisen die für Rollstuhlnutzer vorgesehenen Plätze eine Neigung auf, die das Sitzen im Rollstuhl sehr unangenehm machen kann.

Aber keineswegs nur RollstuhlnutzerInnen haben Mühe mit dem Zugang zu Kinos. Auch Gehbehinderten und älteren Menschen werden schlecht beleuchtete Zugangswege, steile Treppen ohne Handlauf oder sehr eng bestuhlte Räume zu unangenehmen, wenn nicht unüberwindlichen Barrieren.

Hohe Tresen an Bar und Kasse, komplizierte Alternativerschliessungen durch Nebeneingänge oder solche, die ein Tragen der RollstuhlnutzerInnen nötig machen, hindern einen wachsenden Kreis von Menschen daran, Filme im Kino zu geniessen.

Zudem sollten auch im Kino behindertenfreundliche WC-Anlagen zur Regel werden.

Für sämtliche Hindernisse gilt, dass sie auch älteren Menschen den Zugang erschweren. Insofern liegt es im Interesse der Kinobetreiber, Zugangsbarrieren abzubauen. In den meisten Fällen kann auch ohne grossen finanziellen Aufwand bereits Einiges verbessert werden. Aber eben nur dann, wenn man das Problem erkannt hat. Gerne stehen wir Ihnen mit fachkundiger Beratung zur Verfügung!