Deutsch  Francais 
 

Universität Zürich
Rämistrasse 71
Aula, KOL-G-201

 

Im Rahmen des 10-Jahre-Jubiläums der Fachstelle Studium und Behinderung der Uni Zürich ist das Kurzfilmfestival look&roll zu Gast. Am Mittwoch, dem 19.3. ab 18h zeigt die Fachstelle ausgewählte Meisterwerke zum Thema Behinderung.

Alle Filme sind in deutscher und französischer Sprache auch für Gehörlose untertitelt, der Raum ist mit einer Induktionsanlage ausgestattet und es steht eine Gebärdensprachdolmetscherin zur Verfügung. Für Menschen mit einer Sehbehinderung wird auf Kopfhörer eine live-Audiodeskription angeboten.

Gäste mit einer Sehbehinderung die ab dem Eingang begleitet werden möchten, melden sich bitte im voraus per Opens window for sending emailE-Mail an.

Zusätzlich zu den drei gekennzeichneten Rollstuhl-Parkplätzen beim Haupteingang an der Rämistrasse 71, können mit dem Parkausweis für Behinderte die Parkplätze 15-30 und 38-64 in der Tiefgarage genutzt werden. 

Zusatzinformationen zur Zugänglichkeit für Menschen mit

- Mobilitätsbehinderung

- Hörbehinderung

- Sehbehinderung


Moderation: Alex Oberholzer, Filmjournalist

Eintritt: Frei

Nach der Filmvorführung sind alle Besucher zu einem Apéro eingeladen.

Programm, 18.00h

Ein gezeichnetes Pferd vor verschneiter Landschaft

Lydskygger
(Klangschatten)
Julie Engaas
NOR 2008, 7', Animation, OV/d/f
"Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft." Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in diesem hervorragend animierten Film davon, wie sie sich anhand von "Klangschatten" orientiert. Sehr eindrücklich und mit bezaubernden Bildern illustriert.

Ein Mann trägt einen anderen ohne Beine am Strand entlang

The Cost of Living
Lloyd Newson
UK 2004, 35’, Spielfilm, OV/d/f
Cromer bei Norfolk, ist ein typischer, altmodischer und verblasster Ferienort an Englands Küste. Die Sommersaison geht zu Ende und ein Hauch von Verlassenheit liegt über der Stadt. Eddie und David sind desillusionierte Strassenkünstler. Eddie ist direkt, scheut keine Konfrontation und kämpft für seinen Glauben an das Gerechte und die Ehrlichkeit. David ist ein Tänzer ohne Beine; ihm zuzusehen bedeutet, die eigenen Vorstellungen von Perfektion zu hinterfragen. Ruhig und bestimmt achtet er darauf, dass ihm seine Behinderung und gesellschaftliche Vorurteile nicht in die Quere kommen. Eine Reihe von lose verknüpften Szenen zeigen, wie die beiden leben, in und aus Beziehungen gleiten und von Tag zu Tag überleben.

Ein kleiner Junge in einem weissen Feld vor schwarzem Hintergrund

Mon petit frère de la lune
(Mein kleiner Bruder vom Mond)
Frédérick Philibert
F 2007, 7’, Animation, OV/d/f
Ein kleines Mädchen erzählt uns, warum ihr autistischer Bruder anders ist, als andere Kinder. Und sie erzählt uns davon, wie wunderbar es ist, wenn sie dennoch zu ihm findet.

 

Ein rauchendes Paar aus Knetfiguren in einem Bett

HARVIE KRUMPET
Adam Elliot
AUS 2003. ani., 22 Min., OV/d/f
Die simple Biographie eines klassischen Underdogs. Harvie, mit Tourette-Syndrom geboren, ist von Kind an Aussenseiter. Sein Leben ist ein einziger Kampf gegen eine unaufhörliche Serie von Schicksalsschlägen, gelegentlich bereichert um Momente grössten Glücks.
look&roll 2012, internationaler Wettbewerb

ein cerebral gelähmter Mann sieht in die Kamera

THE EGG
(Das Ei)
Richard Wilson
UK 2002, fict., 9 Min., OV/d/f
Eine fast leere Imbissstube in den frühen Morgenstunden. in junger Mann im Pyjama betritt das Lokal. Er ist stark cerebral gelähmt und wird recht herablassend behandelt. Das ändert sich aber rasch und auf ungewöhnliche Art.
look&roll 2010, internationaler Wettbewerb

 

Die lächelnden Gesichter von Anders und Harri

Anders & Harri
Johan Palmgren / Åsa Blanck
SWE 2008, 13’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Anders und Harri sind die besten Freunde, die man sich denken kann. Sie gehen durch dick und dünn und beide lieben Musik. Anders liebt zudem auch Züge. Die beiden reisen nach Getå, wo sich vor langer Zeit das grösste Eisenbahnunglück der schwedischen Geschichte ereignet hat. Zwischendurch haben sie Meinungsverschiedenheiten, die nicht einfach zu beheben sind, denn es geht um Viel: Lässt sich Harri von Anders helfen, wenn er Angst hat, oder nicht?

Ein Professor und ein verstört wirkender Patient

A DEAF PERSON’S GUIDE TO THE SOUND SENSITIVE
(Hörende – Eine Gebrauchsanleitung)
James Banks
UK 2004, fict., 4 Min., OV/d/f
Sensibilisierungsarbeit auf den Kopf gestellt: Ein gehörloser Wissenschaftler erklärt uns Identitätsfindung, Pflege und Stimulation von “Geräuschempfindlichen”. Extrem kurz und extrem witzig!
look&roll 2012, besondere Erwähnung der Jury
Nach Meinung der Jury verdient dieser Film eine besondere Erwähnung. Mit pointiertem Witz, formal souverän umgesetzt, überrascht er durch die Umkehrung des Verhältnisses zwischen Hörenden und Gehörlosen. In ihrer prägnanten Kürze öffnet uns diese bissige Satire die Augen für die Absurdität des gegenseitigen Umgangs von Menschen mit und ohne Behinderung.