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Im Rahmen einer Tournee durch die Romandie zeigt Procap eine Auswahl der besten Beiträge von look&roll. In Moutier sind zwei Programme mit Meisterwerken des internationalen Kurzfilms zum Thema Behinderung zu sehen.

Le Cinoche
Rue du clos 1
2740 Moutier
Tel.: 032 493 73 73

Eintritt: Fr. 12.- / 9.- pro Programm
Moderation: Jacques Renk, Procap

Alle Filme sind deutsch und französisch auch für Gehörlose untertitelt und werden in französischer Sprache live audiodeskribiert!

 

Programm 1, 17.00h

A filmstill with 5 people with albinism

Butterfly
(Schmetterling)
Yulia Mahr
Schotland 2007, 12’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Eine junge Frau mit Albinismus, der sie oft zur Aussenseiterin macht, erzählt ihre Geschichte. Sie lebt ein intensives Leben. "Ich werde nie Auto fahren können - aber das ist auch schon alles!" sagt sie und steigt in die grösste Indoor-Kletterwand Europas.

Ein Oldtimer unter blauem Himmel

Outcasts
(Ausgestossene)
Ian Clark
GB 2008, 29’, Spielfilm, OV/d/f
Ein sehr dynamisches Roadmovie über eine Gruppe junger Leute, die dabei sind, erwachsen zu werden. Noch sind sie aber nicht so weit. In einer turbulenten Geschichte kommt es zur Entführung eines berühmten Popstars, den sie am Ende fast nicht mehr loswerden.

Ein kleiner Junge in einem weissen Feld vor schwarzem Hintergrund

Mon petit frère de la lune
(Mein kleiner Bruder vom Mond)
Frédérick Philibert
F 2007, 7’, Animation, OV/d/f
Ein kleines Mädchen erzählt uns, warum ihr autistischer Bruder anders ist, als andere Kinder. Und sie erzählt uns davon, wie wunderbar es ist, wenn sie dennoch zu ihm findet.

 

Ein junges Paar mit Trisomie 21 in Hochzeitskleidern

Uno màs, uno menos
(Eins mehr, eins weniger)
Alvaro Pastor
E 2002, 21’, Spielfilm, OV/d/f
Ana ist Journalistin und plant einen Dokumentarfilm über Lourdes, eine junge Frau mit Down-Syndrom, und Ana wird unversehens in eine fremde Welt gezogen. Lourdes träumt davon, Krankenschwester zu werden, eines Tages ihren Freund Carlos zu heiraten und mit ihm 9 Kinder zu bekommen. Was als erzwungene Arbeitsbeziehung beginnt, verwandelt sich zusehends in echtes Interesse und eine wahre Freundschaft.

Eine junge Frau am Telefon

Over mijn lippen
(Über meine Lippen)
Janica Draisma
NL 2006, 14’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein Film über das Sprechen, Stottern, Singen, Schweigen und Zuhören. Über Kommunikation. Wie geht man damit um, anders zu sprechen? Und wie reagieren wir auf Jemanden, der sich anders verhält, als die Norm es vorgibt. Die Wissenschaft bezeichnet Stottern als “neuromuskuläre Störung“ bei der Fehlfunktionen eines Muskels verhindern, dass Worte flüssig hervorkommen. Aber der Geist und das Unbewusste spielen auch eine Rolle. "Wenn Du singst, stotterst Du nicht. Das ist das Wunder beim Stottern!" Dieser Film wirft ein neues Licht auf Stotternde und ermöglicht uns eine interessierte und verständnisvolle Annäherung an dieses Phänomen.

 

Programm 2, 19.30h

Der Hauptdarsteller sitzt auf dem Boden eines Tanzstudios

La longueur et la largeur du ciel
(Die ganze Länge und Weite des Himmels)
Dominique Margot
CH 1998, 26’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein Filmportrait über Jean-Claude Grenier, der trotz seiner körperlichen Einschränkungen (Glasknochenkrankheit) als Schauspieler und Zirkusartist lebt und arbeitet. (Freaks / ARCHAOS / Richard III / und zahlreiche andere). Ein charismatischer und brillanter Mann, dessen Wanderungen im Rollstuhl überall Spuren hinterlassen und der beim seinem Gegenüber nachhaltige Denkprozesse auslöst.

Eine junge Frau und ein junger Mann küssen sich im Halbdunkel

Scoring
(Küssen)
Ken Wardrop
Irland 2007, 3’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ein junger Paraplegiker spricht über das Universum des Küssens. Eine eindrückliche Meditation über Sensualität und sexuelle Erfüllung.

 

Ein gezeichnetes Pferd vor verschneiter Landschaft

Lydskygger
(Klangschatten)
Julie Engaas
NOR 2008, 7', Animation, OV/d/f
"Die meisten Leute denken, dass ich im Dunkeln lebe, aber vor meinen Augen ist nichts. Nur Luft." Hege Norset Blichfeldt, eine blinde Frau, erzählt uns in diesem hervorragend animierten Film davon, wie sie sich anhand von "Klangschatten" orientiert. Sehr eindrücklich und mit bezaubernden Bildern illustriert.

Ein pas-de-deux auf drei Beinen

Phoenix Dance
Karina Epperlein
USA 2006, 22’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Der Tanz war der Lebensinhalt des amerikanischen Tänzers Homer Avila (er verstarb im April 2004 im Alter von 49). Infolge einer zu spät behandelten, seltenen Krebsart, wurde Homer ein Bein amputiert. Der Film zeugt vom bewegenden Kampf eines Ausnahmetänzers, der sich seinem Schicksal mutig stellt.

 

Die lächelnden Gesichter von Anders und Harri

Anders & Harri
Johan Palmgren / Åsa Blanck
SWE 2008, 13’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Anders und Harri sind die besten Freunde, die man sich denken kann. Sie gehen durch dick und dünn und beide lieben Musik. Anders liebt zudem auch Züge. Die beiden reisen nach Getå, wo sich vor langer Zeit das grösste Eisenbahnunglück der schwedischen Geschichte ereignet hat. Zwischendurch haben sie Meinungsverschiedenheiten, die nicht einfach zu beheben sind, denn es geht um Viel: Lässt sich Harri von Anders helfen, wenn er Angst hat, oder nicht?

Ein Junge erklärt etwas in Gebärdensprache

Aegypten
Katrin Resetarits
A 1999, 10’, Dokumentarfilm, OV/d/f
Ägypten ist ein Film fast ohne Ton über taubstumme Menschen bzw. ihre Gebärdensprache: eine Sprache, die (wie die altägyptischen Hieroglyphen) das symbolische Bezeichnen mittels Worten mit dem mimetisch-analogen Bezeichnen durch bildhafte Gesten verbindet. Nüchterne Schwarzweißaufnahmen zeigen, wie "Hai", "Witwe", "Marilyn Monroe", eine James-Bond-Szene, ein Wienerlied oder die Geschichte einer Schatzsuche zweier Ägypten-Urlauber in Gebärdensprache ausschauen, und sind eine - ganz kleine, andeutungshafte - Einführung in eine unvertraute Wahrnehmungsweise, in der man die tönende Welt sieht, ohne zu hören. (Drehli Robnik)

 

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